Energie, die man selber durch Bewegung bereitstellt, lässt erahnen, welche riesige Mengen Energie wir mit unserem Lebensstil benötigen. Mein selbst entwickeltes Stromvelo besteht aus einem Heimtrainer, dessen Schwungrad über einen Keilriemen verlustarm eine alte Lichtmaschine antreibt. Diese wiederum lädt eine Batterie oder versorgt zusammen mit der Batterie über einen Wechselrichter angeschlossene Geräte. Mess- und Steuerelektronik erfasst die Drehzahl und Energieflüsse und erlaubt es, einen Teil der Energie durch treten und den Rest der benötigten Energie aus der Batterie bereitzustellen.
Aus 100W Muskelarbeit resultieren ca. 45W für den Betrieb eines Gerätes an den gewohnten 230V. Damit liesse sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, in dem man z.B. einen sparsamen Fernseher betreibt. Dazu bräuchte es dann noch eine Videoquelle, d.h. ein weiteres Gerät oder ein langes Antennenkabel.
Warum viel Geld für eine Lampe bezahlen, die mir doch nicht ganz gefällt? Die Antwort war eine eigene sparsame dimmbare Lampe zu bauen, bestehend aus einem alten Lampensockel, einer Holzleiste, einem Vorschaltgerät, zwei Leuchtstoffröhren, inkl. Fassungen, Kabel, PET-Folie, vielen Kabelbindern und Geschenkpapier. Auch Leuchtstofflampen können schönes Licht geben und dimmbar sein. Der Elektrofachhandel ist (aus teilweise verständlichen Gründen) in der Schweiz ein abgeschotteter Markt und die Besorgung des Vorschaltgerätes und der Lampenfassungen war eher mühsam.
Die Zukunft gehört der LED. Diese haben wir jetzt in den verschiedensten Varianten im Haushalt im Einsatz und sammeln Erfahrungen über Preis, Effizienz, Lichtfarbe, Strahlungscharakteristik, Ein- und Ausschaltverhalten etc.
Wir schalten oft nicht benötigte Geräte über mit Schaltern versehene Steckdosenleisten aus, so z.B. unsere IT-Infrastruktur inkl. TV-Box. Wir wohnen auf mehreren Stockwerken und nicht selten ist eines der benötigten Geräte nicht eingeschaltet. Das heisst dann normalerweise Treppensteigen. Ideal wäre, wenn man, egal wo man sich gerade befindet, mit einem einfachen Knopfdruck, z.B. für "Internet" oder "TV schauen", die benötigten Geräte automatisch ein- bzw. ausschalten könnte. Ausserdem würde ich gerne den Energieverbrauch der einzelnen Geräte kennen, um mich und andere zu motivieren, nachhaltig zu handeln.
Diese Ideen sind nicht neu und Teillösungen gibt es viele. Leider sind diese oft teuer, kompliziert, nicht gerade sparsam und lassen es nicht zu, damit auch meine eigenen Ideen zu verwirklichen und meine Neugierde zu stillen. Daraus ist dann ein grösseres Projekt entstanden, welches bis heute folgende Resultate lieferte:
Meine Lösung ist auch (noch) kompliziert, auch (noch) teuer, aber sie ist sparsam, beliebig erweiterbar und ich habe alles in der Hand.
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